← Alle Beiträge
Trauerfeier6 Min. Lesezeit

Eine Trauerfeier organisieren: was in den Tagen danach zu bedenken ist

Ein ruhiger Leitfaden für Angehörige: wie ihr die Gästezahl abschätzt, welcher Raum zu welcher Trauergemeinde passt und wie sich eine Trauerfeier organisieren lässt, wenn nur wenige Tage bleiben.

Gemütliche Ecke im Raum unten mit Kaminbild

Wenn ein Mensch gestorben ist, läuft in den Tagen danach vieles nebeneinander her: Papiere, Termine, Anrufe, und dazwischen die Trauer selbst. Irgendwann in dieser Woche steht die Frage im Raum, wo die Gäste nach der Beisetzung zusammenkommen. Eine Trauerfeier organisieren zu müssen, während einem selbst die Kraft fehlt, gehört zu den Dingen, die niemand übt. Dieser Text soll euch ein Stück Arbeit abnehmen. Er beschreibt, was in welcher Reihenfolge zu klären ist, was üblicherweise das Bestattungshaus übernimmt und was eine Gaststätte, und woran ihr denken solltet – auch dann, wenn ihr euch am Ende für ein anderes Haus entscheidet.

Wir sind Genuss am Felde in Garbsen-Meyenfeld, Vor dem Moore 1. Trauerfeiern gehören für uns zum Haus wie Geburtstage und Hochzeiten, nur leiser. Was wir hier aufgeschrieben haben, stammt aus Gesprächen mit Familien, die vor derselben Aufgabe standen wie ihr gerade.

01

Warum die Stunden nach der Beisetzung zählen

Nach der Beisetzung stehen die Gäste am Friedhofstor, und es entsteht eine Lücke. Manche sind von weit angereist, manche haben sich seit Jahren nicht gesehen, und fast alle möchten etwas sagen, das am Grab keinen Platz hatte. Genau dafür gibt es die Kaffeetafel. Sie ist kein Pflichtprogramm und keine zweite Feier, sondern ein Raum, in dem die Anspannung nachlässt. Wer schon einmal dabei war, kennt den Moment, in dem am Tisch zum ersten Mal wieder gelacht wird, leise und fast entschuldigend. Dieser Moment tut den Angehörigen oft mehr gut als alles, was vorher gesagt wurde.

Für euch als Familie hat das noch einen zweiten Nutzen: Ihr müsst nicht jeden Gast einzeln verabschieden. Alle sind am selben Ort, ihr geht von Tisch zu Tisch, und wenn ihr nicht mehr könnt, setzt ihr euch. Ein Haus, das diese Stunden trägt, nimmt euch Arbeit ab, die ihr sonst am eigenen Küchentisch stemmen müsstet – vom Eindecken über den Kaffee bis zum Abräumen am Abend.

02

Die Gästezahl schätzen, wenn ihr sie nicht kennt

Die häufigste Frage beim Planen ist die, auf die niemand eine sichere Antwort hat: Wie viele kommen? Bei einem Trauerfall gibt es keine Zusagen wie bei einer Hochzeit, es gibt keine Karten und keine Rückmeldefrist. Manche erscheinen, mit denen niemand gerechnet hat, andere bleiben am Grab und fahren nach Hause. Eine grobe Schätzung reicht trotzdem völlig, wenn ihr sie ruhig aufbaut, statt eine Zahl zu raten.

  • Zählt zuerst den festen Kern: Familie, enge Freunde, Nachbarn, die ihr persönlich ansprecht. Diese Zahl kennt ihr meistens auf fünf Personen genau.
  • Rechnet die Gruppen dazu, zu denen der Verstorbene gehört hat – Verein, Chor, Kollegschaft, Kirchengemeinde. Von solchen Gruppen kommen erfahrungsgemäß deutlich weniger Menschen zur Kaffeetafel als zur Beisetzung.
  • Denkt an die Wege. Bei einer Beisetzung am Vormittag bleiben mehr Gäste als am späten Nachmittag, und wer eine weite Anreise hatte, bleibt fast immer.
  • Plant nach oben, nicht nach unten. Zehn Stühle zu viel fallen niemandem auf, zehn Stühle zu wenig fallen allen auf.
  • Nennt uns eine Spanne statt einer festen Zahl. Mit „zwischen 40 und 60 Gästen“ lässt sich gut arbeiten, und die genauere Zahl könnt ihr in aller Regel bis kurz vorher nachreichen.

Wenn ihr trotzdem unsicher seid, hilft ein Blick auf die Beisetzung selbst: Rechnet ungefähr mit der Hälfte bis zwei Dritteln der Menschen, die ihr am Grab erwartet. Das ist eine Faustregel und kein Gesetz, aber sie ist ein brauchbarer Ausgangspunkt. Und sie ist in jedem Fall besser als gar keine Zahl, denn ohne Anhaltspunkt kann euch niemand einen passenden Raum empfehlen.

03

Welcher Raum zu welcher Trauergemeinde passt

Ein zu großer Raum ist an einem solchen Tag unangenehmer als ein zu kleiner. Dreißig Menschen in einem Saal für zweihundert sitzen verloren, die Stimmen verlieren sich, und die leeren Reihen fallen auf. Wer eine Trauerfeier organisieren muss, denkt zuerst an die Zahl der Plätze – wichtiger ist aber das richtige Maß. Ein Raum, der gut gefüllt ist, nimmt der Runde die Schwere schneller als jede Dekoration.

Bei uns im Haus gibt es zwei Möglichkeiten. Unten liegt der Partykeller, den wir schlicht den Raum unten nennen: ein langer Tisch für 20 Personen, ein Nebentisch für weitere 10, insgesamt rund 50 Plätze, modern eingerichtet, mit eigener Theke und Kühlschränken. Für den engen Kreis ist das der ruhigere Ort, weil alle beieinandersitzen und niemand über drei Reihen hinweg sprechen muss. Oben steht der Saal für 150 bis 200 Gäste. Er ist die richtige Wahl, wenn jemand im Ort viele Menschen kannte und die Trauergemeinde entsprechend groß ist.

Großer Saal für 150 bis 200 Gäste
Langer Tisch für 20 Personen im Raum unten
Oben der Saal für die große Trauergemeinde, unten der Raum mit dem langen Tisch für den engen Kreis.

Welcher der beiden passt, entscheidet ihr am besten nicht am Telefon, sondern vor Ort. Kommt vorbei, schaut euch beide Räume an und stellt euch eure Gäste hinein – das dauert zwanzig Minuten und erspart euch später das ungute Gefühl, falsch geplant zu haben. Mehr zu den Räumen steht auf den Seiten Trauerfeier und Partyraum mieten. Parken könnt ihr direkt am Haus, und für Gäste aus Hannover, Wunstorf, Neustadt am Rübenberge oder Seelze liegt Meyenfeld nah an der B6.

04

Kaffee und Kuchen oder etwas Warmes

Die klassische Kaffeetafel besteht aus Kaffee und Kuchen, und sie ist klassisch, weil sie funktioniert. Sie ist schnell aufgebaut, jeder kennt den Ablauf, und sie hält die Runde zeitlich beisammen: zwei, drei Stunden, dann löst sich die Gesellschaft von selbst auf. Wenn viele Gäste weit gefahren sind oder die Beisetzung schon am Mittag liegt, ist warmes Essen die freundlichere Wahl. Niemand fährt gern zwei Stunden mit einem Stück Kuchen im Magen zurück.

Aus unserer Küche lässt sich beides abbilden. Wir kochen italienisch – Antipasti, Pasta wie die Penne Meyenfeld, Pizza aus dem Ofen, dazu hausgemachte Desserts – und daneben steht die Rubrik „Meyenfeld Spezial“ mit den Schnitzel-Varianten, Hähnchenbrust und Schweinefilet, dazu Salate und Tomatensuppe. Für Kinder, die an solchen Tagen oft mit am Tisch sitzen, gibt es eine eigene Karte. Was davon zu eurer Runde passt, besprechen wir vorher in Ruhe; ansehen könnt ihr euch die Karte jederzeit auf der Seite Restaurant & Speisekarte, dort liegt sie auch als PDF.

Gastraum mit Holztischen und Blick in den Garten
Eingedeckte Tische, warmes Licht, kein Aufheben: Mehr braucht eine Kaffeetafel meistens nicht.

Viele Familien bringen den Kuchen selbst mit, gebacken von Nachbarinnen, Schwestern, Töchtern. Das ist bei uns ausdrücklich möglich. Vermietet wird zunächst der reine Raum, eigene Getränke und eigene Sachen dürft ihr mitbringen. Besteck, Teller, Gläser, Equipment oder Getränke vom Haus gibt es gegen Aufpreis, und wer Bewirtung mit vollem Service möchte, bekommt sie ebenfalls. Ein Muss ist beides nicht: Wer nur den Raum braucht, mietet nur den Raum.

05

Eine Trauerfeier organisieren, wenn wenig Zeit bleibt

Zwischen Todesfall und Beisetzung liegen häufig nur wenige Tage, und in diesen Tagen ist auch noch alles andere zu regeln. Eine Trauerfeier organisieren heißt dann vor allem: wenige Entscheidungen treffen, aber die richtigen. Alles, was sich verschieben lässt, darf warten. Die folgenden Punkte haben sich als Reihenfolge bewährt.

  • Ruft an, statt zu schreiben. Am Telefon ist in fünf Minuten geklärt, wofür eine Mail hin und her zwei Tage braucht.
  • Legt zuerst Datum, Uhrzeit und die ungefähre Gästezahl fest. Alles Weitere hängt daran und lässt sich später noch anpassen.
  • Entscheidet früh zwischen Kaffeetafel und warmem Essen, denn davon hängt ab, wie viel Vorlauf die Küche braucht.
  • Benennt eine Person, die erreichbar ist. Es hilft, wenn Rückfragen immer an dieselbe Nummer gehen – oft ist das nicht der engste Angehörige, sondern ein Geschwisterkind oder ein Freund der Familie.
  • Schiebt Deko und Details nach hinten. Blumen, ein Bild, ein Gästebuch: Das lässt sich am Vortag erledigen und muss keine Entscheidung blockieren.

Kurzfristig ist bei uns vieles machbar, solange der Raum frei ist. Regulär geöffnet haben wir von Dienstag bis Samstag zwischen 16:30 und 21:30 Uhr sowie sonntags von 12:00 bis 20:00 Uhr, montags ist Ruhetag. Wann genau eure Feier stattfinden kann, klärt ihr am besten direkt mit uns, denn eine Kaffeetafel liegt meistens am Nachmittag. Ein Anruf unter 05131 2836 bringt euch schneller zu einer Antwort als jede Suche im Netz; über die Seite Kontakt erreicht ihr uns ebenso.

06

Trauerfeier organisieren: was das Bestattungshaus übernimmt

Die Aufgaben sind meistens klar verteilt, auch wenn das niemand ausdrücklich ausspricht. Das Bestattungshaus kümmert sich um alles rund um den Abschied selbst: Formalitäten, Termin mit dem Friedhof, Sarg oder Urne, Traueranzeige, Blumenschmuck, häufig auch den Kontakt zur Rednerin oder zum Pastor und den Ablauf am Grab. Viele Bestatter fragen euch außerdem, wo die Gäste danach zusammenkommen, und geben dort Bescheid, wenn ihr das möchtet.

Die Gaststätte beginnt dort, wo die Beisetzung endet: Raum, Tische, Kaffee, Essen, Service und das Abräumen hinterher. Wenn ihr wollt, stimmen wir uns direkt mit dem Bestattungshaus ab, damit ihr die Uhrzeit nicht dreimal weitergeben müsst. Das ist die einfachste Entlastung, die es bei diesem Thema gibt, und sie kostet euch nichts weiter als einen Satz am Telefon.

Ruhiger Raum für Trauerfeiern in Garbsen-Meyenfeld
Ein ruhig eingedeckter Raum, in dem die Gäste nach der Beisetzung ankommen können.
07

Die Abrechnung bleibt unaufgeregt

Über Geld zu sprechen fällt in dieser Woche besonders schwer. Deshalb halten wir es kurz und klar. Vorher bekommt ihr eine Einschätzung, woraus sich die Kosten zusammensetzen: Raum, Getränke, Speisen, Service, je nachdem, was ihr davon in Anspruch nehmt. Weil Gästezahl und Umfang bei jeder Feier anders aussehen, bekommt ihr von uns ein Angebot, das auf euren Anlass zugeschnitten ist.

Am Tag selbst spricht niemand über Zahlen. Abgerechnet wird danach, und wenn ihr möchtet, mit einer Person eures Vertrauens statt mit der Witwe oder dem Witwer. Wer die Rechnung in Ruhe durchgehen will, kann das tun, und wir erklären jede Position, wenn ihr fragt. Uns ist wichtiger, dass ihr an diesem Nachmittag bei euren Gästen sein könnt, als dass irgendetwas sofort geklärt ist.

08

Niemand schaut auf die Uhr

Der Satz, den wir Angehörigen am häufigsten sagen, ist dieser: Lasst euch Zeit. Eine Trauerfeier hat kein Programm, das eingehalten werden muss, und kein Ende, das feststeht. Manche Runden sind nach zwei Stunden fertig, weil alle erschöpft sind. Andere sitzen bis in den Abend, weil sich zwei alte Freunde wiedergefunden haben und Geschichten erzählen, die sonst niemand mehr kennt. Beides ist richtig, und beides ist bei uns möglich.

Wir räumen erst ab, wenn der letzte Gast gegangen ist. In diesen Stunden gibt es keinen Zeitplan, an den sich jemand halten müsste.

Valentino Pecorelli, Inhaber

Wenn ihr eine Trauerfeier organisieren müsst und nicht wisst, wo ihr anfangen sollt, ruft uns an oder schreibt uns über die Seite Kontakt. Sagt uns das Datum, die ungefähre Gästezahl und ob es Kaffee und Kuchen oder etwas Warmes sein soll – den Rest klären wir Schritt für Schritt. Und falls ihr euch am Ende für ein anderes Haus entscheidet, ist das in Ordnung. Wir hoffen, dieser Text hat euch trotzdem ein paar Entscheidungen leichter gemacht.

Kommt vorbei – wir sind eröffnet.

Tisch reservieren, Kegelbahn buchen oder eure Feier anfragen: Schreibt uns, wir melden uns schnell.